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11. Februar 2013

Steuererleichterung für E-Mobile als Dienstwagen?!

Autor: Nadine Zeig | CuroCon GmbH am Montag, den 11. Februar 2013
Kangoo elect´road Front

Auch im Jahr 2013 sollte es ein Jahressteuergesetz geben. Allerdings ist dies nun im Bundestag gescheitert. Jetzt wird überlegt wenigstens einzelne Gesetze daraus zu verabschieden. Unter anderem eine Steuererleichterung für Elektrofahrzeuge als Dienstwagen. Wer sich heute mit dem Thema E-Mobil beschäftigt sollte das Jahressteuergesetz 2013 nicht außer Acht lassen. Denn in diesem befindet sich neben einer Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge auch eine Anpassung der Dienstwagensteuer. Das Gesamtpaket „Jahressteuergesetz“ ist zwar gescheitert, der § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG soll dennoch eingeführt werden.

Bislang muss der Besitzer ein Prozent des Bruttolistenpreises seines Dienstwagens als Steuer abführen, weil die private Nutzung des Autos als geldwerten Vorteil dargestellt wird. Die Autokonzerne konnten sich mit ihrer Forderung nach einer direkten Prämie für die Käufer eines Elektrofahrzeugs gegenüber der Bundesregierung nicht durchsetzen. Bei Anschaffung eines Plug-in-Hyprids oder eines Elektrofahrzeugs kann man in Zukunft pro KWh des im Auto vorhandenen Energiespeichers 500,- Euro von der zu versteuernden Summe abziehen.Dieser Betrag sinkt ab 2014 bis 2022 jedes Jahr um 50,- Euro. Damit soll die Nutzung von Elektromobilen als Dienstwagen interessanter gestaltet werden.

Allerdings stellt man bei genauerer Betrachtung fest, dass die Mehrkosten im Vergleich zu einem Fahrzeug mit herkömmlichem Antrieb trotz dieser Steuererleichterung immens sind. Ein Renault Kangoo Z.E. mit Elektromotor kostet z.B. 26.000,- Euro, während ein Renault Kangoo mit herkömmlichen Antrieb hingegen lediglich 15.000,- Euro kostet. Hier sieht man, dass das Benzin- Pendant immer noch deutlich günstiger ist. Man müsste mit der Steuerersparnis über 10.000,- Euro erzielen, damit sich die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs als Dienstwagen rentiert. Dem wird allerdings durch das Jahressteuergesetz ein Riegel vorgeschoben, denn die Steuerersparnis ist auf 10.000,- Euro begrenzt.

Zusammenfassend kann man somit ableiten, dass die Rentabilität eines Elektrofahrzeugs als Dienstwagen noch immer – leider- nicht gegeben ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Forschung der Automobilindustrie schnell Fortschritte in Bezug auf die Reichweite von E-Mobilen macht, um den Rückstand des Elektroantriebs gegenüber herkömmlichen Antrieben zu verkürzen. Dann wird möglicherweise auch die Bundesregierung die Förderung dieser neuen Mobilitätsform neuüberdenken.

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