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13. Mai 2011

Probefahrt mit dem Hydrogen 4 auf dem Opel Testgelände in Dudenhofen

Autor: Michael Wissbach | CuroCon GmbH am Freitag, den 13. Mai 2011
IAA2011 Opel HydroGen 4

In Mainz-Kastell von Opel entwickelt: Der Hydrogen 4 mit einer Brennstoffzelle als Energiequelle. Eingebaut in einem SUV von General Motors. Passt das zusammen? Die Vorgängerversionen wurde noch auf der Basis des Zafira aufgebaut. Doch wie fährt sich eigentlich ein Brennstoffzellenfahrzeug?

Der Radantrieb eines Brennstoffzellenfahrzeuges ist ein Elektromotor, genauso wie bei einem batteriebetriebenen Elektrofahrzeug. Das heißt der Tritt auf das Gaspedal, also das was der Fahrer mit bekommt, ist direkt vergleichbar mit jedem anderen Elektroauto. Nur ganz so leise, wie mit Batterie, geht es nicht einher. Ein leichtes Zischen, Pumpen und Klackern hört man schon rund um die Brennstoffzelle. Aber wirklich alles sehr dezent und in der späteren Serie mit Sicherheit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.

Aber wenn es doch mit einer Batterie viel einfacher geht, warum dann die komplizierte Brennstoffzelle? Ganz einfach: Die Reichweite pro Betankung ist größer und die Betankung dauert nur 5 Minuten. Also der klare Vorteil zur Batterie. Allerdings ist der Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle erheblich schlechter im Vergleich zur Batterie. Und die Infrastruktur muss noch entstehen.

Das mit der Infrastruktur ist gar nicht so aufwendig: Windparks gibt es genug, die ihren Strom loswerden wollen. Mittels Elektrolyse wird aus Strom Wasserstoff hergestellt, der wiederum mittels Methanisierung als Gas in das vorhandene Erdgasnetz eingespeist werden. So kann neben jeder übliche Erdgastanksäule auch eine Wasserstoffsäule aufgebaut worden, da vor Ort aus dem Erdgas der Wasserstoff wieder ohne großen Aufwand herausgetrennt werden kann. Wie allerdings gesagt, mit einem schlechten Wirkungsgrad von der Stromerzeugung bis zur Bewegung des Fahrzeuges. Aber Windkraft ist ja ausreichend da und es ist zu Schade, wenn diese andauernd abgeschaltet werden, weil die Stromnetze die Energie nicht aufnehmen können. Dann doch lieber Wasserstoff erzeugen, der auch gut gespeichert werden kann.

Na dann mal schauen, ob Opel oder Daimler zuerst mit einem Brennstoffzellenfahrzeug beim Kunden ankommen ….

 

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